Ghana 2010

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Mädchen in Wa, Ghana, 2010         Foto: Helmut Burlager

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Unsere Ghana-Reise im März 2010

Unsere Reise durch Ghana: Accra-Kumasi-Wa-Kumasi-Obuasi-Cape Coast-Accra

 

Kartenbild

Warum wir nach Ghana kamen

Von Helmut Burlager

Es war vor zweieinhalb Jahren. Von der Existenz eines Freundeskreises Weser-Ems von Opportunity International wusste ich, weil ich als Journalist meine eigene Zeitung aufmerksam lese – mehr nicht. Es war Jochen Ewald, einer der drei Initiatoren des Freundeskreises neben Rüdiger Möllenberg und Dr. Karl Harms, der mich ansprach: Ob ich nicht Lust hätte, mit nach Ghana zu fahren. Der Freundeskreis wolle sich dort anschauen, was mit dem Geld gemacht worden sei, das in den vergangenen Monaten für OID gesammelt worden sei. Ich stimmte spontan zu. Im März 2008 ging es los. Accra, Ho, Voltaregion – eine Woche lang erhielten wir tiefen Einblick in das Leben in den östlichen Landesteilen Ghanas, knüpften Kontakte, ließen uns von Klienten der Mikrobank Sinapi Aba Trust erzählen, wie sich ihr Leben durch Kleinkredite verändert hatte. Und plötzlich war ich mittendrin: Nicht mehr (nur) Journalist, sondern einer von denen, die überzeugt waren, dass mit Mikrokrediten ein Königsweg gefunden ist, wie Entwicklungs- und Schwellenländern zu helfen ist. Wie sich mit wenig Geld die Lebenssituation armer Menschen verändern lässt. Für uns war damals schon klar: In zwei Jahren geht es wieder nach Ghana. Längst ist Brigitte aktiv mit dabei. Und wir sind gemeinsam mit Jochen, Benno und Rüdiger wieder dort gewesen, wie nachfolgende Berichte, von Brigitte Meiners für das Jeversche Wochenblatt verfasst, zeigen.

Quellen: Die Berichte sind der Tageszeitung Jeversches Wochenblatt entnommen.

Hilfe, die wirklich ankommt

JEVER/ACCRA/BRM – Die Eindrücke nach sieben Tagen in Ghana könnten vielfältiger nicht sein, die Botschaft dagegen ist eindeutig: Mit Mikrokrediten gelingt es, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen und den Menschen zu einem besseren Leben zu verhelfen. Die Mitglieder des Freundeskreises Weser-Ems, der seit drei Jahren die Hilfsorganisation Opportunity International unterstützt und bis Ende letzten Jahres mehr als 100000 Euro an Spendengeldern gesammelt hat, zu denen weitere 180000 von anderen Spendensammlern dazugekommen sind, konnte sich bei einer Rundreise in Ghana vor Ort davon überzeugen, dass die Hilfe zur Selbsthilfe durch die Gewährung von Klein- und Kleinstkrediten Früchte trägt und dass die Spendengelder wirklich da ankommen, wo sie gebraucht werden.

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Brigitte Meiners auf dem 10 Hektar großen Markt von Kumasi

Zusammen mit weiteren Förderern von Opportunity International bekamen der ehemalige Präsident des Genossenschaftsverbands Weser-Ems, Jochen Ewald, Pastor Rüdiger Möllenberg, der Radiologe Dr. Benno Wördehoff und Helmut Burlager, Redaktionsleiter des Jeverschen Wochenblatts, tiefe Einblicke in das Leben der ghanaischen Bevölkerung , die in weiten Teilen bettelarm ist und die Hilfe zum Überleben braucht. Wurden bislang mit den Spendengeldern aus der Region Weser-Ems vor allem Frauen in der Voltaregion unterstützt, so steht nach der eindrucksvollen Reise ins schwül-heiße Westafrika fest: Das Engagement des Freundeskreises, zu dem als weitere treibende Kraft auch der IHK-Präsident Dr. Karl Harms gehört, soll nun ausgeweitet werden auf landwirtschaftliche Projekte, die Finanzierung von „Microschools“ und die spezielle Unterstützung von bedürftigen Jugendlichen, denen der Weg zu einer Ausbildung geebnet werden soll.

Eintauchen in eine ganz andere Welt

Jever/Accra/brm – Zwei Jahre nach ihrer ersten Reise nach Ghana sind Mitglieder des Freundeskreises Weser-Ems von Opportunity International erneut nach Westafrika geflogen. Was waren ihre wichtigsten Erkenntnisse?
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Jochen Ewald, Rüdiger Möllenberg, Ibrahim Adams, Dr. Benno Wördehoff

Jochen Ewald: Diese sinnvolle Entwicklungshilfe befähigt die Menschen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wir haben uns vergewissern können, dass Opportunity mit der Sinapi Aba Trust-Bank einen professionellen und seriösen Partner gefunden hat, der mit der Vergabe von Mikrokrediten nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern vielmehr einen sozialen Auftrag verfolgt. Wir können sicher sein, dass die Spenden aus Weser-Ems an die richtige Stelle kommen.
Rüdiger Möllenberg: Besonders beeindruckend sind die Menschen. Zum einen die Kreditvermittler von Sinapi, die nicht nur mit großem Engagement, sondern mit Herz bei der Sache sind und die dafür sorgen, dass unabhängig von der Religionszugehörigkeit den Menschen geholfen wird, die es wirklich brauchen. Zum anderen sind es die Ghanaer selbst, die tiefen Eindruck hinterlassen, bringen sie doch trotz ihrer Armut viel Lebensenergie auf.
Dr. Benno  Wördehoff: Meine erste Reise nach Ghana war ein Eintauchen in eine ganz andere Welt. Dabei hat für mich das Sorghum-Projekt einen besonderen Stellenwert. Es fördert wirklich die Ärmsten der Armen und kann dazu beitragen, dass möglicherweise weniger Menschen vom Lande ihr Heil in den Großstädten suchen, um im schlimmsten Fall in den Slums zu enden.
Helmut Burlager: Mit Händen zu greifen ist der unbedingte Wille vieler Menschen, ihre Situation zu verbessern. Sie wollen lernen, arbeiten, sparen. Vor allem wollen sie, dass es ihren Kindern einmal besser geht.
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Helmut Burlager, Ibrahim Adams

Wenn die Arbeit Früchte trägt

Das Sorghum-Projekt im Nordwesten Ghanas
WA/brm – In dieser Gegend Ghanas regnet es wenig, der Boden ist ausgetrocknet, und jetzt im März kann man sich nicht vorstellen, dass hier etwas wächst, von dem man leben kann. Doch der 32-jährige Ibrahim Adams, der hier ein paar Kilometer von Bulengha entfernt auf einem kargen Acker Hirse anpflanzt, legt seine ganze Hoffnung darein.
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Ibrahim Adams auf seinem Hirsefeld

Bis zum Juni wird er die drei Acre, umgerechnet etwa 1,2 Hektar, so vorbereitet haben, dass die Hirse gepflanzt werden kann. Und wenn alles gut läuft und es genügend Niederschlag gibt, kann er im Oktober vielleicht mehr ernten als im letzten Jahr. Adams ist einer der 3000 Hirsebauern, die im Rahmen des Sorghum-Projekts von Sinapi Aba Trust einen Agrarkredit in Höhe von 500 Cedis, also etwa 250 Euro, erhalten haben. Natürlich ist das Geld als Starthilfe wichtig, doch es ist längst nicht alles: Zum Projekt gehört auch, die Farmer zu schulen, ihnen das fachliche Know-how für die Bodenbearbeitung zu geben, Saatgut, Dünger und Gerät für die Ernte bereitzustellen sowie für die Vermarktung zu sorgen.
Denn mit der Produktion allein ist es nicht getan, der nächste Markt ist weit weg. Deshalb arbeitet Sinapi mit dem lokalen Partner „Techno Serve“ zusammen. Diesem ist es gelungen, durch einen Vertrag mit der Guinness-Brauerei, die Hirse zu einem dunklen, süßen Malzbier verarbeitet, den Absatz zu garantieren. Auf diese Weise hilft der Mikro-Agrarkredit nicht nur den Farmern und ihren Familien. Das Darlehn ist vielmehr das erste Glied einer Wertschöpfungskette, die vielen Arbeit gibt –  vom Bauern, über den Erntehelfer, den Landmaschinenmechaniker, Kraftfahrer, Bierbrauer bis hin zur Getränkeverkäuferin, die vielleicht selbst ihr Geschäft mit einem Mikrokredit eröffnet hat.
Und selbst wenn Ibrahim Adams und seine Kollegen nicht ausschließlich von der Hirse leben können, so liegt doch eine bessere Zukunft vor ihnen.

Cool bei Jenny

Die Ventilatoren, die sich im Friseursalon „Cool Jenny“ von Jennifer Amankwah drehen, bringen kaum Kühlung. Der 20-jährigen Comfort Sekum ist es egal, wie heiß es ist. Hauptsache, sie darf arbeiten. Und das darf sie in der Tat.
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Comfort Sekum

Ähnlich wie Eunice ein paar Straßen weiter, hat sie einen Platz im YAP-Ausbildungsprogramm ergattert. Damit eröffnen sich für das Mädchen, das nie eine Schule von innen gesehen hat, ganz neue Perspektiven. Und sie ist wild entschlossen, die Gelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes beim Schopfe zu packen. Dass sie nicht lesen und schreiben kann, sieht der YAP-Betreuer nicht als ein zu großes Problem an. „In diesem Job geht es um Learning by doing“, sagt er. Comfort will lernen, und sie will arbeiten. Deshalb ist sie sicher, dass sie drei Jahre durchhalten wird, weiß sie doch, dass sich ihr eine solche Chance nicht ein zweites Mal bieten wird. (brm)

Yes, I can

Eher düster war das Leben für die 19 Jahre alte Eunice Agyei in Cape Coast an der ghanaischen Atlantikküste, doch steht sie jetzt auf der Sonnenseite. Denn sie hat einen Ausbildungsplatz. Das ist für die aparte junge Frau, die zusammen mit ihren vier Geschwistern und ihrer Mutter in bescheidenen Verhältnissen lebt, wie ein Sechser im Lotto.
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Eunice Agyei

Nach dem Besuch der Junior-Highschool musste Eunice zu Hause bleiben, um ihrer Mutter beim Verkaufen von Fisch zu helfen. Jetzt erlernt sie das Schneiderhandwerk. Geschickt lässt sie die alte, handbetriebene Nähmaschine über den bunten Stoff rattern. Dass sie von morgens 7.30 bis abends 19 Uhr in Linda Mollys Schneiderei „Mollash Styles“ sitzen muss, ist für Eunice ein Glück. Sie braucht  nämlich nicht, wie sonst in Ghana üblich, Lehrgeld zu zahlen, die Ausbildung wird ihr über das YAP-Programm finanziert, zu dem soziale Schulungen, auch zum Thema Aids gehören. Nach drei Jahren wird Eunice einen „Starter-Kredit“ erhalten, den sie allerdings im Gegensatz zum Ausbildungsstipendium zurückzahlen muss. Dann wird Eunice es wagen und eine kleine Näherei eröffnen. „Yes, I can“, sagt die 19-Jährige und strahlt über das ganze Gesicht. (brm)

Mit einem Kredit zur Bildungsunternehmerin

Joana Benyin und Rebecca Newman haben Mikroschulen gegründet
Von Brigitte Meiners
Jever/Tweapase/Dunkwa – Joana Benyin ist keine Frau von großen Worten. Schüchtern wirkt sie, sie steht nicht gerne im Mittelpunkt. Doch sie ist eine Frau der Tat. Vor sechs Jahren kam der achtfachen Mutter die Idee, eine eigene kleine Schule zu gründen. Mitten im Urwald. „Ich wollte, dass es den Kindern besser geht als mir“, beschreibt die 42-Jährige, die selbst weder lesen noch schreiben kann, ihre Motivation.
Und als sie von dem „Microschool-Programm“ erfuhr, für das sich Opportunity International engagiert, gab es für die zupackende Frau kein Halten mehr. 40 Euro bekam sie auf Kreditbasis. Dafür legte sie einen Brunnen auf einem kleinen, gerodeten Stück Land an. Und dann ging es los.
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Joana Benyin

Joana baute eine Urwaldschule auf, die sie „God first“ nannte. Mit neuen Krediten, die sie wie den ersten pünktlich zurückzahlte, erstellte sie zwei einfache Pfahlbauten mit einem schützenden Dach gegen den Regen, stellte den ersten Lehrer an. Besuchten am Anfang nur eine Handvoll Kinder die Schule von Joana, so wurden es im Laufe der Zeit immer mehr. Denn die nächste öffentliche Schule ist weit entfernt.
Zwischen der Gründungsidee und heute liegen sechs Jahre. Sechs Jahre, die Joana nicht missen möchte, sechs Jahre, die aber auch ein Auf und Ab gebracht haben. Denn immer wieder gab es neue Schwierigkeiten zu überwinden. In den besten Zeiten wurden 150 Kinder in der Urwaldschule unterrichtet, heute sind es nur noch 60. Und von den drei Lehrern waren an diesem schwülheißen Tag nur zwei erschienen. „Für die Kinder ist der Weg immer noch zu weit“, erklärt Joana. Deshalb müsste sie einen Bus anschaffen. Ein Bus aber rückt in weite Ferne, wenn sie von weniger Kindern als geplant das Schulgeld bekommt. Doch Joana wäre nicht Joana, wenn sie die Probleme nicht in den Griff bekäme. Denn das übergeordnete Ziel ist wie eine Triebfeder: Die Kinder sollen eine Schulbildung bekommen, ist doch Bildung der Schlüssel gegen die Armut.
Eine Autostunde entfernt in Dunkwa lacht Rebecca Newman ihr breites Lachen und nimmt einen kleinen Jungen auf den Arm, dem die Tränen über das Gesicht kullern. Rebecca, Frau des Gemeindepfarrers, ist die Gründerin der „New Love School“ und der Zweijährige geht in die Kinderkrippe, die neben dem Kindergarten, der Vorschule und den ersten drei Grundschulklassen zur Schule gehört.
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Rebecca Newman

Über 300 Jungen und Mädchen finden sich hier täglich ein. Zwei feste Schulgebäude gibt es bereits, das dritte ist im Bau. Finanziert werden soll es durch einen weiteren Mikrokredit, den Rebecca sich erhofft. Bislang hat sie in drei Raten insgesamt 1750 Euro bekommen und damit die Schule immer weiter ausgebaut. Sogar ein kleiner Bus konnte angeschafft werden, der die Kinder bereits morgens um sechs zu Hause abholt. Denn in der New Love Schule beginnt der Unterricht früh – ein Vorteil für die Mütter, die bis um 15 Uhr unbesorgt einer Erwerbstätigkeit nachgehen können.
Die 47-jährige Rebecca, die sich neben der Schule auch um zwei eigene und sechs Pflegekinder kümmert, geht jeden Tag aufs Neue mit Gottvertrauen  an die Arbeit . Sie ist im Laufe der Zeit zur Managerin eines kleines Bildungsunternehmens avanciert, in dem auch Arbeitsplätze entstehen: Sieben Lehrer und Lehrerinnen sind mittlerweile hier beschäftigt, außerdem gibt es drei Helferinnen, die nicht nur die „Mensa“ der Schule am Laufen halten: Jeden Mittag gibt es nämlich eine warme Malzeit.
Die Ausstattung der Schule ist dürftig:  Wandtafel, alte Holzbänke und wenn`s hoch kommt ein paar in die Jahre gekommene Fibeln. Dafür ist die Disziplin der Kinder, die alle in Schuluniform in ihren Bänken hocken, um so größer: Ob der Rohrstock, der in der Ecke steht, dies fördert oder die Einsicht, in der Schule wirklich etwas lernen zu können, sei dahin gestellt.
Den Kindern jedenfalls eröffnet der Schulbesuch neue Wege, die zwar auch auf den kostenlosen öffentlichen Schulen erreicht werden könnten. Doch diese sind mit Schulklassen bis zu 80 Schülern häufig stark überfüllt und für viele einfach zu weit entfernt.
Und die Eltern zahlen das Schulgeld für die private Schule in der Hoffnung, dass ihre Kinder es einmal besser haben.  Wenn wirklich einmal ein finanzieller Engpass entstehen sollte, dann lässt Rebecca mit sich reden. In der „New Love School“ gibt es sogar zehn schulgeldfreie Stipendiatsplätze.

"Ich will" ist der Grundstein für die Karriere

Frauen:   Joyce Owusu Dabo hat es so zur Marketingmanagerin gebracht

Von Brigitte Meiners

Kumasi – „Wir bräuchten mehr von ihrer Sorte“, sagt Anthony Gyasi-Fosu, Chef der Sinapi Aba Trust Bank, die ihren Hauptsitz in Kumasi hat. Seine Aussage bezieht sich auf die 38 Jahre alte Joyce Owusu Dabo, die als Marketing Managerin im dem Unternehmen tätig ist, zu dem 350 Mitarbeiter zählen.
Joyce ist eine der wenigen Frauen, die den Sprung in eine gehobene Position geschafft haben. Dabei war ihr der Erfolg keineswegs vorgezeichnet: Ihre geschiedene  Mutter musste im Wesentlichen allein für die drei Kinder aufkommen. Und nur mit großer Anstrengung, so erzählt es die tatkräftige Managerin, sei es ihr gelungen, den Kindern das Schulgeld und die Universität zu zahlen.

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Joyce Owusu Dabo
„Ich will“ ist die Devise der zupackenden Joyce, die in Accra  Wirtschaft studierte. Der Grundstein ihrer Karriere wurde 2001 gelegt. Da stieg Joyce als Kreditvermittlerin bei Sinapi ein, konnte zeigen, was sie kann. So kletterte sie schnell auf der Karriereleiter nach oben.
Eine Karrierefrau ohne Kinder? Nein, keineswegs. Zu Hause warten drei Söhne im Alter von zwölf, zehn und vier Jahren, doch der Spagat zwischen Familie und Beruf gelingt. „No problem“, lacht Joyce, die zusammen mit ihrem Mann, einem Arzt, und ihren Kindern ein Haus in Kumasi bewohnt.
Dort leben auch noch zwei Pflegekinder. Und natürlich gibt es Hausangestellte. „Das ist normal, sonst würde ich meinen Beruf nicht ausüben können“, erklärt die selbstbewusste Frau. Normal ist es für sie auch, dass bedürftige Mitglieder der weiteren Familie unterstützt werden. „Das ist in Ghana so“, erzählt die Managerin. Und doch spiegelt es ihr soziales Engagement wider. So ist es für die gläubige Christin ein Glück, dass sie für Sinapi arbeiten darf. Schließlich sei Sinapi angetreten, die Menschen ganzheitlich zu betreuen und ihnen zu helfen, ein gesicherteres Leben zu führen. Dafür ist Joyce dankbar.
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